Tipps für Ihr Buchcover

Tipps für Ihr Buchcover

29.03.2019

Tipps für Ihr Buchcover

 

Wege zur zielgruppenorientierten Umschlaggestaltung oder „der erste Eindruck zählt“

Stellen Sie sich vor, sie sind zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Ein gutes Zeichen, man hat eindeutig Interesse an Ihnen! Sie haben sich intensiv vorbereitet, haben sich eine Art Werbetext für sich selbst zurechtgelegt, um sich ins beste Licht zu stellen. Nun sollten Sie Eindruck machen – Sie ziehen wahrscheinlich Ihre beste Bluse an, suchen Sie die schönste Krawatte Ihrer Sammlung und stimmen diese auf den Rest Ihres Outfits und passend zu dem Unternehmen ab, das Sie beeindrucken wollen. Ihrem Buch geht es nicht anders. Auch in der Welt der Bücher zählt der erste Eindruck. Und der ist Ihr Buchcover. Ihr Werk soll aus unzähligen Buchcovern hervorstechen, es soll Interesse wecken, es soll in die Hand genommen werden, dann ist der erste Schritt geschafft. Daher ist der Buchumschlag ein ganz entscheidendes Element, um potenzielle Kunden von Ihrem Buch zu überzeugen. Nun, so traurig es ist, beginnen wir mit der schlechten Nachricht gleich vorneweg: Es gibt keine Patentlösung für den perfekten Buchumschlag. Ja, so ist es leider.

Aber wir haben auch eine gute Nachricht für Sie: Wenn Sie folgende Punkte beachten, können Sie Ihrem Buch ein tolles Cover zaubern und so seinen Wiedererkennungswert steigern.

 

Zielgruppenorientierung: Wen soll mein Buchcover ansprechen?

Der erste und allerwichtigste Aspekt, den es zu beachten gibt, ist simpel. Ihr Buch muss seine Zielgruppe ansprechen. Denn jeder Leser hat seine eigenen Vorlieben, jedes Genre demnach seine spezielle Zielgruppe. Genau diese wollen Sie mit Ihrem Cover zum Lesen anregen. Nun sollte Ihr Umschlag in erster Linie Objekte beinhalten, die für das Genre Ihres Buches spezifisch sind.

Verglichen und analysieren Sie also: Wie sind andere Cover Ihres bevorzugten Genres gestaltet, was unterscheidet ein Thriller-Cover von einem Cover moderner Frauenliteratur?

Auf Krimi-Buchumschlägen herrscht oft eine dunkle Grundstimmung, gelegentlich blitzen Waffen dem Betrachter ins Auge, vielleicht tropft auch Blut vom Titel? Haben Sie einen Krimi geschrieben, sollte auch Ihr Cover einen düsteren Eindruck machen. Veilchen und Sonnenhüte neben einem Picknickkorb schließen Sie am besten aus, denn hier wird ein Krimileser nicht zugreifen … Haben Sie die für Ihr Genre passende Elemente herausgearbeitet, kann es weitergehen.

 

Rechte

Der wohl wichtigste Punkt, der gerne vergessen wird: Ist das Bild oder das Motiv, das Sie auf Ihrem Cover abbilden möchten, überhaupt frei zu verwenden?
Fotos aus dem Internet gehören den Fotografen, Sie müssen hier Nutzungsrechte erwerben. Wenn Sie die Motive ohne Genehmigung verwenden, kann dies erhebliche Folgen für Sie haben. Also Vorsicht! Lesen Sie genau im Kleingedruckten, zur Sicherheit tut es auch ein Anruf bei der Agentur.

Genauso sieht es mit Kunstwerken aus: Erst 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers sind dessen Bilder gemeinfrei – und das auch noch lange nicht alle. Wenn Erben die Rechte weiterverwalten, müssen Sie Lizenzen auch noch danach erworben werden. Wenn Sie nicht so lange warten möchte, müssen Sie tief in die Tasche oder eben auf eigene Bilder zurückgreifen. Informieren Sie sich genau, ob Sie Ihr Motiv verwenden dürfen …

 

Weniger ist mehr

Ein Buchcover ist im Grunde genommen eine Werbefläche. Sie will somit effizient genutzt sein und soll die wichtigsten Informationen über das Buch in einem Augenblick vereinen.

Hierzu ein kleiner Tipp, der Wunder wirkt: Übertreiben Sie es nicht, auch wenn die Versuchung groß ist, alle Eckpunkte der Handlung auf dem Cover einzubringen. Aus allzu aufregenden und überladenen Umschlagsgestaltungen müssen alle Informationen auch erst einmal herausgefunden werden. Das kostet Zeit, die Ihre Leser beim Kauf nicht aufbringen wollen. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Coverelemente. Ein bisschen Blut auf dem Krimicover reicht aus, macht neugierig und lässt Platz für Interpretationsspielraum.

 

Qualität

Eine gute Bildqualität Ihres Motivs bildet die Basis eines ansprechenden Buchcovers. Ein Bild aus dem Internet (bitte nur gemeinfrei oder mit den entsprechenden Rechten erworben, wie Sie nun schon wissen), ist oft von minderer Qualität und im deutlich größeren Buchformat als in der Miniansicht bei Google-Bilder plötzlich verpixelt. Daher haben unprofessionelle Fotografien oder kleiner Bildchen aus dem Internet auf Buchumschlägen nichts zu suchen! Achten Sie daher darauf, dass die Bilder eine Mindestgröße von 300 dpi haben. Genau so sieht es mit unscharfen und verwackelten Bildern aus, die Sie auf Ihrer eigenen Kamera gefunden haben. Diese rufen beim Kunden eher Kopfschmerzen als Kauflust hervor. Zudem erwecken sie bereits von vornherein den Eindruck, als hätte nie ein Verlag seinen professionellen Blick darüber schweifen lassen. Kein besonders gutes Verkaufsargument, denn Leser sind die hohe Qualität der Verlage gewöhnt …

 

Platz für den Text lassen

Das Buchcover wurde auf wenige Elemente in guter Qualität eingegrenzt? Super, nun haben Sie auch Platz, um Buchtitel und den Autorennamen auf dem Buchumschlag unterzubringen.

Ihre potenziellen Leser sehen zuerst auf das Covermotiv, dann auf den Buchtitel und zuletzt auf den Autor. (Eine andere Reihenfolge macht bei den meisten Autoren keinen Sinn. Ausgenommen natürlich die großen, zu denen Sie mit dem richtigen Cover vielleicht auch bald gehören können.) Positionieren Sie also die Schrift clever um das Motiv! Gut lesbar sollte diese sein und auf einem neutralen Bereich platziert. Eine Stelle mit dunklen Farben eignet sich gut für eine helle Schrift und umgekehrt. Viele verschiedene bunte Farben im Hintergrund des Titels lassen jenen allerdings leicht untergehen. Daher ist Vorsicht geboten. Geht auch kein Buchstabe auf dem bunten Cover verloren? Wenn ja, eignen sich Elemente wie Banner, die hinter dem Titel aufgezogen werden können, um unruhige Bilder und Schrift zu vereinen.

 

So simpel der Buchumschlag im Vergleich zu Ihrem Gesamtwerk erscheinen mag: Das Cover ist weit mehr als nur der Hintergrund Ihres Buchtitels. Es ist der erste Kontaktpunkt zu potenziellen Lesern – und der sollte auf Anhieb gelingen.

Waren die Punkte hilfreich, sollten Sie nun einen Fahrplan haben, wie Sie vorgehen können.

Allerdings empfehlen wir Ihnen, bei der Umschlaggestaltung immer einen Profi auf Ihr Werk schauen lassen, der mit dem technischen Know-how auf die korrekte Umsetzung geschult ist.

 

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